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Thema: aktuelle News

Stoppt die Genozidangriffe der Terrormiliz „Islamischen Staat“ (IS)

in Rojava, Irak und Südkurdistan!

Frieden und Demokratie statt Krieg. Solidarität mit Rojava!

 

Der Beginn des 1. Weltkriegs jährt sich dieses Jahr zum 100. Mal. Trotz der schrecklichen Erfahrungen im 1. und 2. Weltkrieg und der darauf folgenden Einigung auf die Charta der Vereinten Nationen, finden nach wie vor weltweit Kriege statt. Im Mittleren Osten und anderen Teilen der Welt tobt seit Jahren ein grausamer Krieg. Daher halten wir es für wichtig sich am internationalen Antikriegstag am 1. September zu beteiligen.

Seit Monaten terrorisiert die menschenverachtende islamistische Organisation Islamischer Staat (IS) Kurdistan und den Mittleren Osten. Sie entstand seit 2003, nach der Intervention der USA im Irak und erstarkte u.a. durch finanzielle und militärische Hilfe aus Saudi Arabien, Katar und der Türkei. In Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) und in den kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak verfolgt IS alle Bevölkerungs- und Religionsgruppen, die nicht ihren eigenen fundamentalistischen Vorstellungen entsprechen, als Feinde. Ihre Führung hatte für „helal“ (glaubenskonform) erklärt „Ungläubige“ zu vernichten. Betroffen davon sind ChristInnen, ÊzîdInnen, TurkmenInnen, AramäerInnen, ArmenierInnen, AssyrerInnen, KurdInnen und viele weitere Gruppen. Immer wieder berichten Augenzeugen von Kriegsverbrechen wie Folter, Vergewaltigungen, Vertreibung, Zwangskonvertierung und Massakern. Schätzungen der UN zufolge, flohen mehr als eine Million vor den Dschihadisten.

Seit zwei Jahren versucht IS die multiethnischen und multireligiösen Selbstverwaltungsstrukturen in Rojava anzugreifen. Die Türkei gewährt den Terroristen bis heute Rückzugsräume, medizinische und militärische Unterstützung und weitgehende Bewegungsfreiheit. Die YPG, die Verteidigungskräfte der demokratischen Selbstverwaltungen in Rojava, wehren die Angriffe jedoch erfolgreich ab. IS, will ein Kalifat errichten und dafür neben Gebieten in Syrien u.a. im Nordirak eine zusammenhängende Region von Mossul über Tal Afar bis Sinjar in Richtung Nordsyrien (Rojava) erobern. Die Dschihadisten hatten Mitte Juni, in der an Erdölfeldern gelegenen Metropole Mossul in den kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak, Panzer und schwere Waffen erbeutet, die sie seitdem im Irak und Syrien einsetzen.

In den letzten Wochen griff IS Orte in Sengal, der Hochburg der Eziden, in den kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak an. Dabei massakrierten sie auf grausamste Weise mehr als 5000 meist ezidische Menschen. Sie vergewaltigten und entführten hunderte Frauen, die oft auf regelrechten Sklavenmärkten in Mossul verkauft werden. Als die Eziden in Sengal (Sindschar) die YPG und die HPG und YJA Star (Guerilla und Frauenarmee der PKK) um Schutz vor IS baten, erkämpften diese einen Korridor von Rabiah über Sinjar nach Rojava. Zehntausende Menschen flohen vor der IS in die umliegenden Berge, mehr als 100000 im „Korridor“ nach Rojava. Trotzdem müssen viele EzidInnen immer noch im Sindschar Gebirge ausharren und können nur spärlich mit Nahrung und Wasser versorgt werden. In der Sommerhitze sind viele Kinder und alte Menschen verhungert oder verdurstet. Andere leben nun in behelfsmäßigen Flüchtlingslagern in Rojava, den kurdischen Autonomiegebieten und den kurdischen Provinzen der Türkei. Es droht eine humanitäre Katastrophe. Eziden aus der Region kämpfen mittlerweile gemeinsam mit YPG und PKK in Selbstverteidigungseinheiten. An weiteren Orten in den Autonomiegebieten im Nordirak unterstützt die PKK Peschmerga von KDP und PUK, um unter anderem Kirkuk, Erbil und Maxmur zu verteidigen.

Als NAV-DEM setzen wir uns für eine friedliche Demokratisierung der Region ein. Dazu ist unserer Ansicht nach die Zusammenarbeit sämtlicher kurdischer Akteure und aller dort lebenden Bevölkerungsgruppen notwendig. Der Aufbau der multiethnischen Selbstverwaltungsstrukturen in Rojava ist ein gutes Beispiel für eine mögliche demokratische Transformation im Mittleren Osten. Statt Waffenlieferungen, sollten die Bundesrepublik und die EU die dringend notwendige humanitäre Hilfe in die Region leisten. Dazu muss auch das Embargo der Regierungen der Türkei und der KDP gegen Rojava aufgehoben werden.

IS kann am wirkungsvollsten durch die Unterstützung friedlicher und demokratischer Prozesse und Strukturen in der Region zurückgedrängt werden. Dazu gehört auch, dass die Türkei, Saudi Arabien und Katar ihre Unterstützung von IS beenden. Statt zu versuchen den Mittleren Osten neo-kolonial aufzuteilen sollten die USA und die EU einen Dialog unter Einbindung sämtlicher kurdischer Akteure suchen. Auch der von Abdullah Öcalan initiierte Friedensprozess zwischen dem türkischen Staat und der PKK sollte unterstützt werden. Als auf Frieden und Demokratie orientierende Kraft, sollte die PKK von den Terrorlisten der EU und der USA gestrichen werden. Frieden kann sich nur in einem respektvollen Dialog und auf Grundlage der Anerkennung des Reichtums der unterschiedlichen Ethnien, Religionen und Kulturen entwickeln.

Wir fordern:

·      Stopp aller Waffenexporte der BRD in die Türkei, den Mittleren Osten und weltweit!

·      Anerkennung der Demokratischen Autonomie in Rojava!

·      Aufhebung des PKK-Verbots!

 

V.i.P.S.: NAV-DEM e.V. – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland

Geschrieben von admin am Freitag, 29. August 2014


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